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Schiffausflugs- und Bootsfahrten |
Fahrten ins blauen
Die Schönheit des Sees lässt sich zu jeder Jahreszeit genießen, aber keine eignet sich mehr als der Sommer. Hier kann man eindrucksvolle Fahrten mit den Schiffen unternehmen, welche die ruhigen Gewässer des Sees durchziehen und den Blick auf versteckte alte Dörfer eröffnen.
Alle Reiseführer empfehlen die Insel Montisola, von der Autos verbannt sind. Sie ist das ideale Ziel für Wanderungen oder Fahrradtouren und bietet sich vor allem für Familien und Gruppen mit Kindern an. Fahrräder sind auf den Fähren willkommen. Daneben sind die kleinen Inseln Loreto und San Paolo mit ihrer reichhaltigen Geschichte und Vegetation erwähnenswert. Nicht verpassen sollten Sie eine Nachtfahrt mit einem Schiff. Während Sie an Bord zu Abend speisen, ziehen am Ufer beleuchtete Dörfer vorbei. Dazu gehört die spektakuläre Sicht bei Mondschein auf die „Bogn“, eine schwindelerregende Felswand, die sich bei Riva di Solto aus dem Wasser erhebt.
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Ausflug an den See an Bord eines historischen Zuges
Durch die Initiative TrenoBlu der Bahngesellschaften von Basso Sebino kann man jeden Sonntag den Lago d’Iseo erreichen, entlang der historischen Strecke Bergamo-Palazzolo-Paratico-Sarnico, die viele Jahrzehne stillgelegt war. Am ersten und letzten Tag der Initiative wird zusätzlich eine alte Dampfeisenbahn eingesetzt, während bis zum 26. Juni und vom 4. bis 26. September jeden Sonntag von Bergamo ab Direktzüge zum See gehen (8.48 Uhr und 13.48 Uhr – Rückfahrt 12.28 Uhr und 19.28 Uhr). Auf der Reise kann man einen Halt in Palazzolo sull’Oglio machen, um La Pieve aus dem 15. Jahrhundert, den alten Stadtpalast und die Kirche Chiesa dei Discilpini mit Resten von Wandmalereien aus unterschiedlichen Epochen besichtigen; in Paratico um die köstlichen Spezialitäten vom See zu kosten und Gebäude im lombardischen Liberty-Stil zu bewundern, vor allem die prächtigen Villen der Familie Faccanoni, oder man entspannt sich etwa beim Shopping.
Zur Information:
Gruppenreservierung: tel. +39 338 8577210
ProLoco Sarnico: tel. +39 035 910900
Die monumentale Fähre
Betrachtet man die motorlose Fähre zwischen den Anlegestellen Villa d’Adda und Imbersago, so könnte man sich auf einer Reise in die Vergangenheit wähnen. Schon seit Alters her ist das Prinzip, das die Überfahrt in Gang bringt, bekannt und sehr einfach: zwischen den beiden Flussufern ist ein Kabelseil befestigt, an dem die Fähre hängt. Sobald sie sich vom Ufer entfernt hat, genügt es das Ruder zu betätigen, damit es die Kraft der Strömung vorantreibt, und dies geschieht auch bei der Rückfahrt. Die Adda entlang fuhren früher einmal noch drei weitere Fähren, neben der von Villa d’Adda – Imbersago: zwischen Calolziocorte und Olginate, Cisano Bergamasco und Brivio (die erst 1917 durch eine steinerne Brücke ersetzt wurde) und die zwischen Canonica und Vaprio d’Adda. Letztere hat das Interesse von Wissenschaftlern erweckt, denn Leonardo da Vinci hatte anlässlich eines Aufenthaltes in der Villa Girolamo Melzi in Vaprio d’Adda eine genaue Skizze von ihr angefertigt. Die auf 1513 datierte Zeichnung mit der Aufschrift „Hafen von Canonica di Vario“ (porto della Canonica di Vario – „porto” steht für “Fähre“) schließt die traditionelle Überlieferung aus, nach der Leonardo der Erfinder dieses Transportmittel gewesen sei. Sicherlich hatte er jedoch untersucht, wie die Fähre funktionierte, als er Nachforschungen und Experimente über die Wasserströmung anstellte. Die Fähre, die heutzutage Passagiere und auch Autos übersetzt, ist eine getreue Nachbildung einer anderen viel älteren. Als diese 1991 stillgelegt wurde, da sie nicht mehr den Sicherheitsvorschriften entsprach, ließ man bei Meistern aus Venedig ein vollkommen identisches Exemplar anfertigen. Die einzige Neuerung gegenüber der Geschichte war der Einbau zweier Ballastbehälter, die je nach Wasserstand des Flusses durch eine Pumpe mit Wasser gefüllt oder entleert wurden.
Naecc
Eine weitere Attraktion sind die zahlreichen Feste mit typischen Produkten, die entlang beider Seen stattfinden. Viel besucht am Sebino-See ist die Veranstaltung „Naècc d’or“, zu der zahlreiche Wettbewerbe am Seeufer gehören. „Naècc“ ist das schlank gebaute, traditionelle Ruderboot, das die Fischer benutzten. Das Finale bildet ein lebhafter Wettbewerb mit anschließendem wunderschönen Feuerwerk, das sich auf dem See widerspiegelt.
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