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Bergsommer |
Der Wanderweg der Orobie
Der Pfad (Sentiero delle Orobie) schlängelt sich zwischen strategisch glänzend gelegenen Hütten mit wunderbarer Aussicht entlang. Der sehr schöne Höhenweg durchzieht das gesamte Gebirge von Ost nach West auf einer Höhe von 1500 bis 2200 Metern. Die Strecke kann in 14 Abschnitten zurück gelegt werden, allerdings nicht hintereinander. Man kann die Wanderung dank leichter Auf- und Abstiegsmöglichkeiten aus den Taldörfern fast überall beginnen oder unterbrechen. Auf dem 84 Kilometer langen Weg findet jedes Jahr ein inzwischen berühmter Mannschaftswettlauf statt (Skirunner).
Der Orobie-Park von Bergamo und seine Naturpfade
Der Orobie-Park von Bergamo erstreckt sich auf einer Fläche von 70 000 Hektaren und soll die Natur, die Landschaft und die biologische Vielfalt bewahren. Es ist nur eine Autostunde von der Stadt entfernt ein wichtiges Signal für die Rückgewinnung der Natur. Unzählige Naturpfade wie der Sentiero delle Orobie oder – am Rande des Gebiets - der Sentiero dei Fiori (Blumenpfad) bieten sich dem Wanderer an. Beeindruckend ist auch der Sentiero naturalistico Curò (Naturpfad von Curò), der sich durch die Berge des Scalve Tals zieht. Sehr bekannt ist zudem der Wanderweg, der von Valbondione zum Amphitheater aus Felsen führt, wo die Besucher nach einem festgelegten Kalender den Wasserfall des Serio Flusses, des höchsten in Europa, bestaunen können.
Video gallery: die Berge von Bergamo Orobie
Der Priula Weg (Via Priula) und die historischen Pfade
Neben den traditionellen Wanderpfaden gibt es mehrere historische Wege. Der bekannteste ist der Priula Weg, den gegen Ende des 16. Jahrhunderts der venezianische Podestà (Bürgermeister) Alvise Priuli bauen ließ, um den Warenfluss zwischen Bergamo und dem Valtellina zu ordnen. Der pittoreske Weg mit außergewöhnlicher Aussicht führt auf seinem antiken Abschnitt auch an der historischen Hütte Ca’ San Marco vorbei, die im 16. Jahrhundert errichtet wurde, um Wanderern und Karawanen Schutz zu bieten. Weiter interessante Ausflugsziele sind die Gräben und die Befestigungen der so genannten Cadorna Linie. Dieser Wall stammt aus dem Ersten Weltkrieg und umfasst praktisch die gesamt Gipfellinie der Orobie entlang der Wasserscheiden.
Das Imagna Tal, ein grünes Herz voller Geschichte
Das Imagna Tal, ein Nebental im Schatten des Resegone, präsentiert sich mit einer überbordenden Vegetation und einem intensiven Grün. Das kleine Tal, reich an Wasser und Geschichte, verbindet Natur und Umweltschutz. Während der vergangenen Jahrhunderte markierte es die Grenze der Grafschaft von Mailand. Das Dorf Arnosto, der Vorposten der Grafschaft, ist eine winzige Siedlung aus dem 17. Jahrhundert, die noch intakt ist. Sie war der alte Sitz des Zolls zwischen Venedig und Mailand, wo von 1428 bis 1797 eine venezianische Garnison stationiert war.
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Die Wasserfälle des Serio Flusses
Ein Ereignis, das man nicht verpassen sollte, wiederholt sich jedes Jahr in Valbondione (oberes Seriana Tal): die Öffnung des Wasserfalls des Serio Flusses. Das gewaltig schäumende Wasser fällt in drei Stufen über eine Höhe von 315 Metern und bietet ein großartiges und ergreifendes Naturschauspiel. Dank seiner bemerkenswerten Höhe ist es die größte Kaskade in Italien und die zweitgrößte in Europa. Der Wasserfall kann nur im Sommer und nur zu festgelegten Terminen bewundert werden. Sehr beeindruckend ist das Schauspiel auch bei Nacht.
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