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Kurze Führung |
Hauptführung - Unterstadt
Wie die Piazza Vecchia für die Oberstadt, so ist die Porta Nuova der Mittelpunkt von Bergamos Unterstadt. Es handelt sich um eine weiträumige Passage, flankiert von zwei im neuklassizistischen Stil angelegten Bauwerken, den Propyläen, die im 17. Jahrhundert durch die – 1901 abgetragene – mittelalterliche Stadtmauer führte, um den Zugang zum alten Jahrmarkt von Sant’Alessandro zu erleichtern, der jedes Jahr im August abgehalten wurde. Auf diesem weiten Raum entstand das 1927 fertiggestellte neue Stadtzentrum von Bergamo. Der Sentierone, die Flaniermeile der Bergamasker, ist die hervorstechendste Verkehrsachse des neuen Stadtzentrums, an deren Verlängerungen sich inmitten einer belebten Einkaufszone im Osten die Via Tasso und im Westen die Via XX Settembre befinden. In Via Tasso erheben sich gut erhaltene öffentliche Bauten aus dem 17. Jahrhundert, darunter das Verwaltungsgebäude der Provinz (wo zahlreiche Werke des Bergamasker Bildhauers Giacomo Manzù ausgestellt sind) und die Präfektur, neben der Heiliggeistkirche (Chiesa di Santo Spirito) mit Gemälden von Lotto und Borgognone. Am Sentierone stehen die Kirche San Bartolomeo (mit dem 1516 angefertigten berühmten Altarbild von Lorenzo Lotto) und das Theater Donizetti mit dem seitlich angrenzenden Denkmal des großen Musikers.
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Um das neue Stadtzentrum hat sich das moderne Bergamo ausgedehnt, unter Erhalt der alten Stadtviertel, die längs der Hauptverkehrswege von der Ebene und aus den Tälern in Richtung Oberstadt führten. Diese Viertel mit seinen Geschäften und handwerklichen Boutiquen jeder Art, nebst zahlreichen Restaurants, Cafés und Gaststätten, sind wie einst noch sehr belebt. An einer der zur Oberstadt hinauf führenden Straßen, der Via San Tomaso, wurde Anfang des 17. Jahrhunderts die Kunstakademie Carrara mit der Pinakothek errichtet, welche ungefähr zweitausend Werke der bedeutendsten italienischen und europäischen Malschulen enthält. Ihr gegenüber wird die Galerie für Moderne und Zeitgenössische Kunst für wichtige Ausstellungen genutzt und ist auch der Sitz dauerhafter Ausstellungen. Nicht weit davon entfernt befindet sich im Stadtviertel Pignolo das Museum für Sakrale Kunst Bernareggi.
Hauptführung - Oberstadt
Die Piazza Vecchia, jahrhundertelang das politische und administrative Herzstück Bergamos, ist der natürliche Ausgangspunkt für die Besichtigung der auf dem Hügel entstandenen Altstadt. Der Tourist sollte seine Erkundung der Oberstadt möglichst mit der Drahtseilbahn beginnen, die erstmals vor 120 Jahren in Betrieb genommen worden war. Von der Ankunftshaltestelle aus gelangt man unmittelbar zur Piazza Mercato delle Scarpe, wo einen bereits die zauberhafte Atmosphäre dieser Stadt umgibt, in der enge mittelalterliche Gassen mit weiträumigen Plätzen abwechseln. Typisch mittelalterlich mutet der Weg von Via Gomita zu Via Colleoni an, die Hauptstraße, die die Stadt von Ost nach West durchläuft. Via Gomito führt zu der im Jahr 1400 längs des Verlaufs dieser städtischen Verkehrsachs angelegten Piazza Vecchia. Dieser wunderschöne Platz hat zahlreiche äußerst interessante Bestandteile aufzuweisen, vom Brunnen, einer Schenkung des venezianischen Stadtvogtes Alvise Contarini zur Torre Civica aus dem 12. Jahrhundert, über die weiße Marmorfassade der Stadtbibliothek ( im 17. Jahrhundert als Sitz des neuen Rathauses erbaut) bis hin zum Bauwerk des Palazzo della Ragione aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts.
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Hinter der Loggia des Stadtpalastes befindet man sich auf einem anderen Platz, dem Domplatz, auf den die Kathedrale, das Baptisterium und das Mausoleum mit dem Grab des berühmten Kondottiere Batolomeo Colleoni gehen, als auch die romanische Basilika Santa Maria Maggiore, deren Inneres in prunkvollem Barock eine Vielzahl an Kunstschätzen birgt. Dazu gehören die Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert, die nach Zeichnungen von Lorenzo Lotto ausgeführten einzigartigen Intarsien des Chores, die flämischen und florentinischen Wandteppiche sowie das Grab von Gaetano Donizetti. Gerade das Grab des großen Musikers bietet sich dazu an, sich auf die Spuren Donizettis bis zu seinem Geburtshaus im Borgo di Canale zu begeben, wobei man bisweilen auf noch recht verborgene Winkel der alten Stadt treffen dürfte. Ein weiterer Zugang zu geschichtsträchtigen Orten von Bergamo ist der Weg zu verschiedenen Museen: von der Rocca zum städtischen Museum im ehemaligen Franziskanerkloster zu den Museen für Archäologie und Naturwissenschaften im Gebäudekomplex der Cittadella der Visconti.
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